Nachhaltigen Tourismusentwicklung in Deutschland

Projektdurchführung: Ö.T.E. – Ökologischer Tourismus in Europa e.V.

Projekt: Förderung der nachhaltigen Tourismusentwicklung in Deutschland – Problemlösungen und gute Beispiele (2020-2022)

Inhaltlicher Austausch über Fachkonferenzen: Durchführung von Fachkonferenzen zu ausgewählten Themen und Umsetzungsproblemen im nachhaltigen Tourismus verbunden mit Präsentationen guter vorbildlicher Beispiele und ausgehend von Erkenntnissen aus der Facharbeit des Verbände-Arbeitskreises "Nachhaltiger Tourismus" sowie dem Ö.T.E.-Projekt "Perspektiven des nachhaltigen Tourismus"; Erarbeitung von Studien und Handreichungen: Störungsökologie im Wald zur Beurteilung der Verträglichkeit von Nutzung (v.a. touristische Sport- und Freizeitaktivitäten) und Naturschutz, Elektro-Fahrradmobilität (inkl. Mountainbike), modellhafte Konzeption für thematisch geführte Wanderungen in Ferienregionen ("Klimawege"); Vernetzung von Organisationen und Institutionen mit Bezug zu Tourismus: Durchführung von Vernetzungstreffen des Verbände-Arbeitskreises "Nachhaltiger Tourismus" zum gemeinsamen fachlichen Austausch, dem Aufzeigen von Problemlösungen und für Kooperationen (gefördert vom Umweltbundesamt (UBA) / Bundesumweltministerium (BMU).

Projekthintergrund

Der Tourismus hat einen wesentlichen Anteil an den globalen von Menschen verursachten Umweltauswirkungen und ist nur zukunftsfähig durch eine konsequente an Nachhaltigkeit orientierte Weiterentwicklung. Seit dem Jahr 2016 hat die deutsche Bundesregierung die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen in ihre Nachhaltigkeitsstrategie übernommen mit dem Willen, ihre Politik einer nachhaltigen Entwicklung daran auszurichten. Alle darin genannten Ziele und Indikatoren müssen Menschenrechte und ökologische, wirtschaftliche und soziale Anforderungen berücksichtigen. Dies muss auch Richtschnur für die weitere touristische Entwicklung sein. Tourismus ist zudem ein Querschnittsthema, das viele Sektoren umfasst und sich zudem in vielen der 17 Nachhaltigkeitsziele und Indikatoren wiederfindet und zu berücksichtigen ist. Zwei der nach wie vor vordringlichsten Handlungsfelder sind der Klimaschutz und die Sicherstellung einer umweltfreundlichen Mobilität. Die Verbreitung guter Beispiele und die Erarbeitung von Lösungen zu bestehenden Problemfeldern soll die weitere Entwicklung des nachhaltigen Tourismus stützen.

Projektziele

Ziel des Projektes ist die Stärkung und Förderung der nachhaltigen Tourismusentwicklung in Deutschland durch Zusammenarbeit und Vernetzung gesellschaftlicher Akteure im Bereich Ökologie, Ökonomie und Soziales. Ziel ist die Mobilisierung, Koordination und Kooperation von Verbänden aus Tourismus, Natur-, Umweltschutz-, Freizeit, Sport, alternativer Mobilität sowie einzelnen touristischen Akteuren. Im Vordergrund steht die zielorientierte Entwicklung von praxistauglichen Umsetzungsschritten zur Lösung des aktuellen Handlungsbedarfs in ausgewählten Themenbereichen und Problemfeldern der nachhaltigen Tourismusentwicklung. Das Projekt richtet sich in erster Linie an die Akteure der Fachgebiete. Weiterhin werden auch lokale und regionale Tourismusakteure, Kommunen, Kreise, Sozialverbände, Verbraucherschutzorganisationen, Wissenschaft und Politik angesprochen.

Ergebnisse

Die Projektseite des Ö.T.E.: www.oete.de

 

Perspektiven des nachhaltiger Tourismus in Deutschland

Projektdurchführung: Ö.T.E. – Ökologischer Tourismus in Europa e.V.

Projekt: Standortbestimmung Nachhaltiger Tourismus in Deutschland (2017-2019)

Austausch zwischen Akteuren aus Verbänden der Tourismuswirtschaft, Natur- und Umweltschutz, Freizeit, Soziales und Politik, Ermittlung von Handlungsbedarf und Lösungsansätzen, Durchführung bundesweiter Fachkonferenzen zu Ökologie, Ökonomie und Soziales, Verbände-Arbeitskreis "Nachhaltiger Tourismus" (gefördert vom Umweltbundesamt (UBA) / Bundesumweltministerium (BMUB).

Ergebnisse

Nachhaltiger Tourismus in Deutschland: Standortbestimmung und Handlungsbedarf, Ergebnisse aus Fachkonferenzen: Projektbericht
Die Projektseite des Ö.T.E.: www.oete.de

 

Tourismus & biologische Vielfalt

Projekt wirbt für mehr Kooperation von Naturschutz und Tourismus

Projektdurchführung: Ö.T.E. – Ökologischer Tourismus in Europa e.V.

Projekt: Sport, Tourismus und Naturschutz – gemeinsam für biologische Vielfalt (2015-2017)

Verbesserung der Kooperation von Natur-, Umweltschutz, Freizeit, Sport, Tourismus und Mobilität zur Unterstützung der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im Aktionsfeld "Tourismus und naturnahe Erholung" mit der Durchführung bundesweiter Fachworkshops und spezieller Dialogforen für die Entwicklung gemeinsamer Handlungsstrategien und von Lösungsansätzen. Verbände-Arbeitskreis "Nachhaltiger Tourismus".

Ergebnisse

Fachforum "Mobilität in ländlichen Räumen" - Nachhaltige (Tourismus-) Mobilität in ländlichen Räumen: Angebotsformen und Finanzierung
--> Programm

Fachworkshop "Wintersport und Klimawandel" - Vom Klimawandel zum Strukturwandel: Anpassung an den Klimawandel - Alternativen zu schneegebundenen Aktivitäten im Wintertourismus. Nachhaltige Zukunftsperspektiven für die Wintertourismusdestinationen der deutschen Mittelgebirge
--> Programm

Fachworkshop "Finanzierung von Tourismus im ländlichen Raum. Beiträge des Tourismus zum Erhalt von Natur- und Kulturlandschaft"
--> Programm
--> Dokumentation

 

Dialogforen: Tourismus & biologische Vielfalt (2013-2014)

In 2014 wird an die Projektergebnisse angeknüpft und der etablierte Verbände-Arbeitskreis "Tourismus und biologische Vielfalt" als Dialogforum fortgesetzt und seine Arbeit verstetigt. Dabei wird an den erarbeiteten Ergebnissen angeknüpft, die Runde um weitere interessierte Verbände erweitert und neue Aufgaben werden angegangen.

Das Dialogforum findet im Rahmen des Umsetzungs- und Dialogprozesses der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) statt. Seit drei Jahren trifft sich unter Koordination des Umweltverbandes Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) e.V. der Verbände-Arbeitskreis "Tourismus und biologische Vielfalt", um gemeinsam für die Chancen und den Nutzen eines naturverträglichen Tourismus zu werben und Aktivitäten dazu untereinander abzustimmen. Mitglieder sind fünfzehn Bundesverbände aus Natur- und Umweltschutz, Freizeit, Sport und Tourismus. Hintergrund ist Unterstützung der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) insbesondere in ihrem Handlungsfeld "Tourismus und naturnahe Erholung". Bisher wurden unter anderem ein Leitbild der Verbände zu Tourismus und biologischer Vielfalt erarbeitet sowie eine gemeinsame Strategie zur Unterstützung der NBS. Der Verbände-Arbeitskreis setzt seine Arbeit im Rahmen dreier Dialogforen zur biologischen Vielfalt fort, um das weitere Vorgehen zu beraten. Dazu herzlich eingeladen sind alle weiteren am Thema Tourismus und biologische Vielfalt interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus überregionalen Verbänden des Natur- und Umweltschutzes, der Freizeit, des Sports und des Tourismus.

 

Projekt: Tourismus fördert biologische Vielfalt (2010-2013)

Ein Ö.T.E.-Projekt zur Umsetzung der "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)" im Handlungsfeld Tourismus und naturnahe Erholung:

Projekt - Ergebnisse

--> Praxisleitfaden "Tourismus & biologische Vielfalt" - Umsetzungsstrategien zur erfolgreichen Förderung von Naturtourismus und Entwicklung von Naturerlebnis im Tourismus. Für Akteure aus Tourismus und Naturschutz. Handlungsempfehlungen und Beispiele
--> Schulungsmodul "Biologische Vielfalt und Tourismus" - Begleittext zum Schulungsmodul. Eine Einführung in das Thema für die Schulung von Personen, die Gruppen in Natur und Landschaft leiten.
--> Zusammenfassung: Projekt-Ergebnisse
--> Broschüre "Tourismus und Naturschutz: Gemeinsam für den Erhalt der biologischen Vielfalt"

Fachworkshops

--> Auftakt-Workshop
--> 2. Workshop: "Regionale Impulse"
--> 3. Workshop: "Angebotsentwicklung & Vermarktung"
--> 4. Workshop: "Qualifizierung - Ausbildung - Qualitätssicherung"
--> 5. Workshop: "Kommunikation - Kooperation - Netzwerke"

Projekt - Ziele

--> Projekt-Information
--> Pressemitteilung Projekt-Start
--> Präsentation Projekt

Im Jahr 2007 verabschiedete die Bundesregierung die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)". In der Folgezeit hat das zuständige Bundesumweltministerium einige nationale und regionale Foren zur Information der Öffentlichkeit durchgeführt und bei angesprochenen Zielgruppen um Unterstützung bei der Umsetzung geworben. Das Thema "Naturnahe Erholung und Tourismus" der NBS wurde bislang aber noch kaum berücksichtigt.
Hier setzt das Projekt "Tourismus fördert biologische Vielfalt" an, das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wird. Der Verband Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) e.V., die Umweltorganisation für einen nachhaltigen Tourismus, führt das Projekt durch und will damit dazu beitragen, das Bewusstsein über die Zusammenhänge von biologischer Vielfalt und Tourismus gegenüber Akteuren aus der Tourismuswirtschaft und den Natur-, Umweltschutz- und Freizeitverbänden zu vertiefen und konkrete Beiträge für die Umsetzung der Strategie anzustoßen. Die Laufzeit des Vorhabens beträgt 26 Monate (September 2010 bis November 2013).

Tourismus ist größtenteils auf eine intakte Natur und Landschaft angewiesen. Er lebt von diesem Kapital, stellt oft aber eine erhebliche Belastung für diese dar. Oft zerschneiden touristische Infrastruktur wie z.B. Ski- und Freizeitanlagen) wertvolle Landschaftsräume oder intensiv ausgeübte Sport- und Freizeitaktivitäten in der Landschaft haben negative Effekte auf Tiere und Pflanzen. Dies trägt zum Verlust von Arten und Ökosystemen bei. Der Erhalt der biologischen Vielfalt muss also zu einem selbstverständlichen Interesse auch des Tourismus werden.

Aber auch der Naturschutz profitiert vom Tourismus, wie viele Beispiele von erfolgreichen Kooperationen in Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten zeigen. Er sorgt für zusätzliche Arbeitsplätze und Einkommen in strukturschwachen Regionen und Gäste sind besonders dort für Angebote zur Umweltbildung und zum Natur erleben gezielt zu gewinnen. Daher muss auch Anliegen des Naturschutzes sein, wo immer möglich, verträgliche Tourismus- und Erholungsformen zuzulassen.

Die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" ist darauf ausgerichtet, die zukünftige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung nachhaltig zu gestalten ohne die Lebensgrundlagen des Menschen zu zerstören. Die Strategie zeigt Problembereiche auf und liefert Lösungswege wie z. B. auch Nutzungsansprüche durch Tourismus und naturnahe Erholung verträglich und im Einklang mit den Naturschutzinteressen entwickelt und durchgeführt werden können. Ziele dabei sind u.a. die Verringerung negativer Auswirkungen auf ökologisch sensible Gebiete, die verstärkte Entwicklung naturverträglicher Tourismus- und Freizeitangebote sowie eine deutliche Erhöhung der Zahl umweltorientierter Tourismusanbieter. Alle beteiligten Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verbänden sind aufgefordert, sich an der Umsetzung der Nationalen Strategie zu beteiligen.
Nur wenn Naturschutz und Tourismus zu einer dauerhaften konstruktiven und kooperativen Zusammenarbeit gelangen, kann ein größtmöglicher Schutz für die Natur als auch ein größtmöglicher Nutzen für den Tourismus erreicht werden.

Leistungen

I. Kooperation der Natur-, Umweltschutz- und Freizeitverbände

Über den bundesweiten Arbeitskreis "Nachhaltiger Tourismus" werden entsprechende Aktivitäten und die Entwicklung eigener Umsetzungsstrategien angeregt sowie die innerverbandliche Verbreitung des Themas "Tourismus und biologische Vielfalt" bis in die Untergliederungen der Verbände gefördert.
Eine Bestandsaufnahme und Einordnung bereits laufender Aktivitäten in diesem Bereich, die Herausgabe einer Informationsbroschüre zu Tourismus und biologische Vielfalt mit guten Beispielen der Verbände, die Erarbeitung eines gemeinsamen Leitbildes und einer Verbände-Strategie sind Bausteine dieser Zusammenarbeit. Ebenso die Umsetzung von geeigneten Maßnahmen, bei denen beispielhaft innerverbandliche und auch außerverbandliche Aktivitäten der Verbände zum Thema Tourismus und biologische Vielfalt wirksam unterstützt werden sollen.

Die Entwicklung eines Multiplikatorenmoduls "Biologische Vielfalt und Tourismus" wiederum soll den Aus- und Fortbildungen von Wanderleitern, Naturpark- und Landschaftsführern, Rangern sowie Leitern von Gästehäusern und Häuserreferenten eine qualifiziert Hilfe und Anleitung bieten.

II. Dialog und Kooperation Tourismuswirtschaft und Naturschutz

Der notwendige Dialog zwischen Akteuren des Tourismus und des Natur-, Umweltschutzes wird vertieft und weiter gefördert. Dabei sollen die gemeinsamen Interessen beider Gruppen beim Erhalt der biologischen Vielfalt hervorgehoben, dauerhafte Kooperationen initiiert und gemeinsam nach tragbaren Lösungen für verträgliche Nutzungen und Naturschutz gesucht werden. Für angepasste naturverträgliche Tourismusformen wird geworben und wo notwendig bestehende naturverträgliche Angebote optimiert und weiter entwickelt.

Durchgeführt werden fünf Fachworkshops zu Tourismus und biologische Vielfalt als Plattform für den Austausch. Sie dienen der Kommunikation und Beratung von Umsetzungsmaßnahmen, zur Knüpfung neuer Netzwerke sowie zur Gestaltung, Präsentation und Verbreitung von Umsetzungsbeispielen ökologisch verträglicher Angebote. Die Aufarbeitung von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen in der Zusammenarbeit bzw. bei den Aktivitäten und Angeboten steht dabei immer im Vordergrund der Veranstaltungen.

Begleitend dazu erfolgt die Herausgabe eines Handlungsleitfadens zur erfolgreichen Umsetzung der Anforderungen von Tourismus und biologischer Vielfalt. Der Leitfaden benennt Erfolgsfaktoren und Hemmnisse sowie notwendigen Schlussfolgerungen zur Optimierung von Kooperation, Projekten und Angeboten. Damit verbunden ist die Präsentation praktikabler und vorbildlicher Lösungen zu touristischer Nutzung, touristischen Angeboten und dem Erhalt der biologischen Vielfalt.

Aber auch neue Kooperationen und Netzwerke mit interessierten Verbänden und Partnern aus der Tourismusbranche sollen angestoßen werden. Zur Verstärkung und Verbreiterung der Basis wird ein erweiterter Dialog aus dem Verbände-Arbeitskreis heraus mit weiteren Verbänden und Institutionen geführt, die auf ihren Betätigungsfeldern einem naturverträglichen Tourismus nahestehen, um sie für neue Formen der Zusammenarbeit zu gewinnen.

Im Hinblick auf die diversen touristischen Label und Qualitätszeichen (von Verbänden oder Tourismuswirtschaft) im Spektrum naturnaher Tourismus werden zudem Vorschläge zur Optimierung sowie Empfehlungen zur Integration von Anforderungen der biologischen Vielfalt erarbeitet.

Auch gemeinsam mit interessierten Tourismusakteuren sollen aus der Verbändearbeit heraus zur Umsetzung von Maßnahmen und zur Schaffung von verträglichen Strukturen und Angeboten neue Initiativen und Aktivitäten für einen naturverträglichen Tourismus besonders in Regionen angestoßen werden.

Ergebnisse

Die Homepage der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt:
www.biologischevielfalt.de
Die Homepage des Ö.T.E.: www.oete.de
Alles über nachhaltiges Reisen: www.zukunft-reisen.de